Eine Nummer größer | Drucken |

Ein traumhaft früh-sommerlicher Tag, alle Wettervorhersagen sind sich einig dass am  Hundsheimer Berg ideale Bedingungen herrschen werden. Auch mein Chef gönnt mir einen Gleit-Tag. Doch Petrus hat sich anders entschieden, er lässt den Südostwind kräftig wehen - viel zu stark. So erkunde ich erst einmal den Hundsheimer Berg zu Fuß. Nachtigallen singen, Violette Ölkäfer graben im Boden, Veilchen und Adonisröschen säumen den Weg.

Und Segelflieger pfeifen über den Berg.
Segelflieger???? Das wollte ich immer schon ausprobieren.

Ich fahre hinüber zum Spitzerberg und frage ob ich mitfliegen kann.

 



Eine viertel Stunde später sitze ich in einer ASK 21. Eine Piper wird vorgespannt, und los geht's.

"Kannst fliegen?" fragt mich Karl Fröhlich, der Pilot.
"Ähhh - nein."
"Kannst modellfliegen?"
"Ja, ich bin Modellflieger."
"Also doch. Bis jetzt haben alle Modellflieger auf Anhieb fliegen können."

Karl klinkt aus. Das Vario piepst, er dreht ein und schon geht es nach oben.
Die rechte Flügelspitze zeigt auf den Kirchturm von Hundsheim, fast senkrecht unter uns.

"Jetzt machen wir das was du normalerweise mit deinem Modell machst.
Macht's dir eh nix dass ich so steil kurbel?"

Und dann geht's nach unten. Ein anderer Segelflieger hat seinen Hilfsmotor angeworfen.

"Wo is' er (der Bart)? - Ah, da, es hat ihn ganz schön versetzt."

Und schon geht's wieder nach oben.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Bald wird es Zeit zu landen.
49€ Hat der Spaß gekostet. Das Speibsackerl habe ich nicht gebraucht.
Nächstes Mal werde ich mir die eine oder andere Kunstflugfigur zeigen lassen.

Martin