Zu dumm, zu dumm, verkehrt herum! | Drucken |

Ein Kollege hat einen neuen Fun-Jet. Das ist ein Jet-ähnliches Modell mit einem Druckpropeller. Es fliegt zwar, aber irgendwie fehlt der "pep". Das Jet-Feeling will nicht so recht aufkommen.

Landung und Akkutausch. "Du hast den Propeller verkehrt drauf".

"Nein, das stimmt schon, der Motor dreht ja links herum". "Ich rede nicht von der Drehrichtung, ich rede von der Anströmrichtung". Der Diskussionsrunde schließen sich immer mehr Teilnehmer an, Spezialisten der Aerodynamik glänzen mit ihrem Wissen. Der weise Ratschluss: Der Propeller gehört andersrum drauf.

 

Ich bin nur auf Kurzbesuch auf dem Flugplatz, sehe nur beim Fliegen zu und gehe endlich wieder einmal laufen. Am Ende der Laufrunde schaue ich noch einmal am Flugplatz vorbei. "Hast schon den Funjet gesehen?" "Klar, ich war ja vorher schon da, wir haben doch gemeinsam den Propeller umgedreht". "Nein, ich meine wie er jetzt aussieht".

Ich muss sagen, es ist ein edles Designer-Sackerl, kein gewöhnliches Supermarkt-Sackerl, das er als Ruhestätte für sein Modell ausgesucht hat. Oder für das was davon übriggeblieben ist.

Die Aerodynamiker haben Recht gehabt, wenn man den Propeller richtig herum draufgibt, funktioniert er besser. Na ja, was heißt "richtig", was heißt "besser"? Sagen wir, er gibt mehr Leistung ab. Im subjektiven Erleben des Piloten war es vorher besser.

Fazit: In der Frage "Was ist richtig?" ist objektive Wahrheit nichtig.